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letztes Update 28.5.2012

 

 

Informationen für Einsatzkräfte

(Stressbewältigung für Einsatzkräfte von Einsatzkräften)

Stress:

Im Einsatz müssen wir schnell, gezielt und effektiv handeln. Dafür sind wir ausgebildet, darauf sind wir trainiert.

Wir sind in Einsätzen besonders leistungsfähig, weil dabei in unserem Körper der Kreislauf und die Atmung aktiviert, Adrenalin ausgeschüttet und Energiereserven mobilisiert werden. Auch unser Denken und die Wahrnehmung sind auf das Einsatzgeschehen konzentriert.
Dies alles ist das Ergebnis der Stressreaktion.

Stress ist:
-Konzentration auf das Einsatzgeschehen
-Aktivierung von Kreislauf und Atmung
-Ausschüttung von Adrenalin

Stress ist also Einsatzrealität und normalerweise ist er spätestens bei Einsatzende wieder vorbei.

 

Kritische Einsätze

Manche Einsätze stellen aber eine besondere Belastung dar

-Ein Verkehrsunfall bei dem eine ganze Familie getötet wird.
-Ein Betriebsunfall, bei dem der Verletzte trotz laufender Rettungsmaßnahmen verstirbt.
.Ein Gefahrguttransporter, der mit einem Reisebus zusammenstößt.
-Ein Gebäude das zusammenbricht.
-Massiv entstellte Unfallopfer.
-Eine erfolglose Reanimation bei einem Kind.

Das sind beispielsweise Einsätze, die bei den beteiligten Helfern eine überdurchschnittliche Betroffenheit hervorrufen können. Häufig lassen diese Erlebnisse einen dann auch eine Zeitlang nicht richtig los.

Diese Einsätze nennt man „kritische Einsätze“.

Typisch für kritische Einsätze sind unter anderem:

-Der Eindruck, so einen Einsatz nicht (gleich) wieder haben zu müssen.
-Fragen, die einem durch den Kopf gehen, z.B. wie es dazu kommen konnte und warum gerade das so passieren musste.
-Erlebnisse vom Einsatz, die in Gedanken haften bleiben.
-Das Gefühl. „im falschen Film“ gewesen zu sein.
-Nach Einsatzende noch vom Erlebten beeindruckt zu sein.
-Das Gefühl der Betroffenheit.

-Schlechter zu schlafen.

Insgesamt fühlt man sich belastet.

Das sind aber nach kritischen Einsätzen angemessene Reaktionen.

Es ist die Stressreaktion, die über das Einsatzende hinaus wirkt. Unser Körper und Geist bleiben sozusagen noch im „Stand by“-Modus des Einsatzes.

 

Stressbewältigung

Stress kann man aktiv begegnen,
z.B. durch
-Sport
-Entspannung
-Erholung
-und vieles mehr

Hilfreich nach kritischen Einsätzen ist es, sich sowohl mit dem Einsatz auseinander zu setzen, wie auch Abstand zu finden.

Sehr gut eignen sich dazu Gespräche, insbesondere mit Kollegen.

Vorsicht Trauma!
Einsatzbedingte Stressreaktionen lassen innerhalb von wenigen Tagen nach. Dauern sie länger an, sollte spätestens nach 3-4 Wochen eine medizinisch-therapeutische Abklärung erfolgen!

Unser Team:

Wir sind Einsatzkräfte der Rettungsdienste und der Feuerwehr.

Wir bieten euch an:
-Schulung und Ausbildung zum Thema Stress.
-Beratung und Vermittlung bei Fragen zu Stress und Belastung.
-Gesprächsmöglichkeiten (auch Einzelgespräche)
-Einsatznachbesprechungen nach CISM-Standard.

Wir sind zu erreichen unter

0931-19 21 4
(24 Stunden Service-Telefon der Johanniter)

Oder unsere Teammitglieder der Freiwilligen Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr)
-Brejschka Gabriele, Brühler Manfred, Falger Martin, Gerlich Christian, Tanja Schwarz (FF)
-Gardill Armin (BF)
(Info aus Flyer des Präventionsteam-Würzburg)